Config Split: Konfigurationsmanagement für Drupal-Projekte
Zuletzt aktualisiert: März 2026 · Lesezeit: 7 Minuten
Drupal speichert Konfiguration in YAML-Dateien — ein grosser Fortschritt gegenüber früheren Versionen. Aber was passiert, wenn bestimmte Module nur auf der Entwicklungsumgebung laufen sollen? Oder wenn die Konfiguration auf dem Live-System von der auf Staging abweicht?
Ohne Config Split müsst ihr bei jedem Deployment alle Konfigurationsdateien manuell vergleichen. Das kostet Zeit, ist fehleranfällig und blockiert Automatisierung. Config Split löst genau dieses Problem.
Wie Config Split funktioniert
Config Split arbeitet mit zwei Konzepten:
Blacklist. Konfigurationselemente auf der Blacklist werden exklusiv vom jeweiligen Split verwaltet. Sie existieren nicht im Sync-Verzeichnis. Ein Beispiel: Das Devel-Modul gehört nur auf die Entwicklungsumgebung — also auf die Blacklist des Dev-Splits.
Greylist. Elemente auf der Greylist bleiben im Sync-Verzeichnis, können aber vom aktiven Split überschrieben werden. Das ist nützlich, wenn eine Konfiguration grundsätzlich gleich ist, aber auf Live leicht abweicht — z.B. Cache-Einstellungen oder E-Mail-Konfiguration.
Der aktive Split wird über die settings.local.php gesteuert. Bei jedem Deployment weiss Drupal automatisch, welche Konfiguration gilt. Das Ergebnis: Deployments werden deterministisch und automatisierbar.
Config Split einrichten: Der Praxis-Workflow
Schritt 1: Modul installieren. Config Split wird per Composer installiert und aktiviert. Die Konfiguration erfolgt unter Configuration > Development > Configuration Split settings.
Schritt 2: Splits definieren. Für jede Umgebung (Dev, Staging, Live) wird ein eigener Split angelegt. Jeder Split bekommt ein eigenes Verzeichnis und wird in der settings.local.php aktiviert.
Schritt 3: Module zuweisen. Module, die nur auf bestimmten Umgebungen laufen sollen, werden den entsprechenden Splits zugewiesen. Devel und Kint gehören auf Dev, Performance-Module auf Live.
Schritt 4: Export und Test. Mit drush csex werden die Split-Konfigurationen exportiert. Ein drush cim auf jeder Umgebung darf keine unerwarteten Änderungen zeigen.
Der initiale Aufwand für die Einrichtung lohnt sich: Das Team spart bei jedem Deployment Zeit und vermeidet Konfigurationsfehler, die im schlimmsten Fall die Live-Seite beeinträchtigen.
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Brauche ich Config Split für jedes Drupal-Projekt?
Für professionelle Projekte mit mehreren Umgebungen (Dev, Staging, Live) ist Config Split Standard. Bei einfachen Setups mit nur einer Umgebung ist es nicht zwingend nötig.
Was passiert bei einem Upgrade auf Drupal 11?
Config Split ist mit Drupal 11 kompatibel. Die Konfigurationsstruktur bleibt beim Upgrade erhalten. arocom begleitet Upgrades und stellt sicher, dass die Splits sauber migriert werden.
Kann Config Split Probleme beim Deployment verursachen?
Nur bei falscher Einrichtung. Wenn Splits nicht korrekt konfiguriert sind, können Konfigurationen auf der falschen Umgebung landen. Deshalb ist eine saubere initiale Einrichtung und Dokumentation entscheidend.
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- Drupal-Module installieren — Praxis-Guide
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