Texte vermitteln Informationen, Sichtweisen, Ideen oder Botschaften – und sollen vor allem eines: eine bestimmte Wirkung entfalten. Damit dies gelingt, ist es entscheidend, sich mit den Bedürfnissen und Erwartungen der Zielgruppe auseinanderzusetzen.
Eine Analyse vorab hilft, den Text sprachlich, inhaltlich und strukturell optimal auszurichten. Daraus lässt sich auch ableiten, welcher Ton und Stil gewählt werden sollte. Die folgenden Tipps unterstützen Sie bei der Content Creation für Webseiten und helfen dabei, Texte sowohl für Leser als auch für Suchmaschinen erfolgreich zu gestalten.
Punkt 1: Verstehen Sie das Leseverhalten im Internet
Versetzen Sie sich in das Leseverhalten Ihrer Zielgruppe und berücksichtigen Sie Ihre gewonnenen Erkenntnisse beim Verfassen Ihres Textes. Internetnutzer suchen schnelle, präzise Informationen. Sie lesen nicht linear wie in Printmedien, sondern scannen Texte nach relevanten Inhalten. Typische Merkmale:
- Leser suchen nach spezifischen Keywords.
- Aufmerksamkeit konzentriert sich zuerst auf Überschriften, Listen und Menüpunkte.
- Nutzer haben wenig Zeit und springen schnell ab, wenn Informationen nicht sofort sichtbar sind.
- Texte im Web werden oft parallel mit anderen Seiten gelesen.
- Die Aufmerksamkeitsspanne ist kurz – entscheidend sind die ersten Sekunden.
👉 Fazit: Planen Sie Content Creation so, dass Informationen sofort erfassbar sind.
Punkt 2: Das Wichtigste kommt zuerst
Schreiben Sie Ihre Texte derart, dass die Aussagen mit dem höchsten Nutzenwert an erster Stelle und weitere Details mit absteigendem Nutzen danach auftauchen. Dieses Prinzip eignet sich besonders für Produkt- und Dienstleistungsbeschreibungen. Die hierzu veröffentlichten Texte sollten den Informationsbedarf der Leser möglichst schnell und vollständig befriedigen. Anderenfalls droht die Gefahr, dass diese die Website frühzeitiverlassen und zur Konkurrenz weitersurfen. Behalten Sie beim Verfassen Ihrer Texte daher folgende Punkte im Hinterkopf:
-
Überschriften wecken Neugier und motivieren zum Weiterlesen.
- Kernaussage zuerst – gleich in den ersten Sätzen.
- W-Fragen beantworten: Wer? Was? Warum? Wie?
- Jeder Text muss für sich allein stehen – Besucher landen oft direkt auf Unterseiten.
Denken Sie auch daran, die Texte einer Website derart zu verfassen, dass jeder Text für sich stehen könnte. Setzen Sie nicht voraus, dass die Besucher der Website die Texte in einer bestimmten Reihenfolge lesen. Manche Besucher gelangen über eine Seitenmaschine auf die Website und beginnen die Erkundung der Website nicht selten mit einer Unterseite.
Punkt 3: Machen Sie es dem Leser leicht
Das Bereitstellen der Informationen reicht allein für sich genommen nicht aus, um zu vermeiden, dass der Besucher von einer Website “abspringt”. Genau so wichtig ist nämlich, die Informationen für eine schnelle Aufnahme und Verarbeitung so vorteilhaft wie möglich aufzubereiten.
Eine gute Content Creation besteht nicht nur aus der reinen Information, sondern auch aus deren Darreichungsform:
- Zwischenüberschriften sinnvoll einsetzen.
- Ein Gedanke pro Absatz.
- Listen nutzen (5–7 Punkte).
- Texte fürs Web: ca. 50 % kürzer als im Print.
- Handlungsaufforderungen geben Orientierung.
- Klare, aktive Sprache verwenden.
- Einheitlichen Schreibstil beibehalten.
- Rechtschreibfehler erschweren das geübt schnelle Lesen
- Halten Sie Linienlängen eher kurz (7 bis 12 Wörter)
- Vermeiden Sie kursive Hervorhebungen und verzichten Sie auf Unterstreichungen, da dies sich ungünstig auf die Lesegeschwindigkeit auswirken kann
👉 Vermeiden Sie „Bleiwüsten“ – durch kurze Absätze, linksbündig, klare Hervorhebungen.
Weiterführende Informationen:
http://www.html-seminar.de/schreiben-fuer-das-internet.htm
Punkt 4: Kürzen Sie lange Texte
Leserfreundlichkeit entsteht durch Prägnanz. Achten Sie daher auf:
- Vermeidung von Wiederholungen und Füllwörtern.
- Klare, anschauliche Sprache (keine Schachtelsätze).
- Verzicht auf unnötiges Alltagswissen.
Weniger Modalverben (können, sollen, müssen …).
Punkt 5: So sachlich wie möglich
Das Internet wird im Vergleich zu klassischen Medien oft als weniger glaubwürdig wahrgenommen. Beim Verfassen von Texten sollte daher ganz besonders auch Sachlichkeit geachtet werden. Der Leser sollte das Gefühl haben, dass der Autor ihn nachvollziehbar informieren, jedoch keinesfalls über Gebühr beeinflussen und insbesondere nicht bedrängen möchte. Deshalb gilt:
- Vertrauen schaffen durch Testimonials, Fachartikel oder Fallstudien.
- Veröffentlichungs- und Aktualisierungsdatum angeben.
- Fremdwörter und Abkürzungen vermeiden.
Komplexe Inhalte einfach erklären – ohne das Publikum zu bevormunden. - Design und Animationen sind nett, aber Texte stehen im Mittelpunkt.
Punkt 6: Suchmaschinenoptimierung
Gute Content Creation richtet sich an Menschen und Suchmaschinen zugleich. Achten Sie auf:
- Keywords strategisch einsetzen (inkl. Synonyme).
- Haupt- und Nebenkeywords definieren.
- Meta-Titel, Meta-Description und URL optimieren.
- E-A-T-Prinzip: Expertise, Autorität, Vertrauen.
- Strukturierte Daten und Rich Snippets nutzen.
- Content regelmäßig aktualisieren.
👉 Schreiben Sie immer für Menschen, nicht für Algorithmen.
Punkt 7: Vorgehen/Methodik/Tools
Ein klarer Prozess unterstützt beim Erstellen von Webtexten:
- Textart festlegen (SEO-Landingpage, Informationstext, Verkaufstext).
- Zielgruppe, Tonalität und Stil definieren.
- Kernaussage & Keywords bestimmen.
- Wettbewerbstexte und Keyword-Analysen prüfen.
- Struktur mit Überschriften aufbauen.
- Text formulieren & Qualität prüfen (z. B. durch Kollegen oder Tools).
- Finale Korrektur und SEO-Check.
Monitoring: Traffic, CTR und Bounce Rate auswerten.
Nützliche Tools für Content Creation & Optimierung:
- Google Analytics 4
- SEO-Tools wie Semrush, Ahrefs oder Sistrix
Sprachtools wie LanguageTool oder Grammarly
Fazit
Erfolgreiche Content Creation bedeutet: Texte so zu gestalten, dass sie Leser fesseln und Suchmaschinen überzeugen. Mit klarer Struktur, präziser Sprache und regelmäßigen Updates bleiben Inhalte dauerhaft relevant.
👉 Tipp: Starten Sie mit einem Content-Audit – überprüfen Sie bestehende Texte auf Aktualität, SEO und Lesbarkeit. Schon kleine Anpassungen können große Wirkung entfalten.